Samstag, 10. Dezember 2016

BAIE BAIE DANKIE ❤ - Ergebnisse des Weihnachtsprojektes

Mit eurer Hilfe konnten wir nach viel Planung mit den Badezimmern der Kinder beginnen. 

Von dem gespendeten Geld wurden Farbe, Lack, Putzmittel, Schleifpapier, Malerbedarf usw. gekauft. 

Wir begannen damit, das komplette Mädelsbad von oben bis unten zu reinigen. Es wurde so viel geschrubbt dass wir am Ende Tod ins Bett fielen und am nächsten Tag den Muskelkater unseres Lebens hatten. Das ganze Gejammer brachte uns aber nicht weiter, weshalb wir beschlossen uns Hilfe zu holen. Leider kam unsere Verstärkung erst 3 Tage später. In dieser Zeit kratzen wir die alte Farbe von den Wänden und strichen zwei Schichten neue Farbe drüber. 
Wie versprochen kam die Verstärkung am Montag dazu. Zwei Männer halfen dabei, die kaputten Fliesen zu ersetzen bzw. Fehlende zu ersetzen. In der Zwischenzeit begannen wir schon mit dem Aufzeichnen und Malen unserer Bilder.  In den nächsten Tagen Beschäftigten dir Männer sich mit den Badewannen, Toiletten und Waschbecken,  welche zuerst gereinigt, dann abgeschmirgelt und anschließend lackiert werden mussten. Nebenbei begannen wir die Bilder im Bad zu malen. Das ganze zog sich noch 3 Tage hin. Insgesamt arbeiteten wir ca. 8 Tage am Badezimmer der Mädchen. 
Wir sind sehr froh, dass wir Unterstützung bekamen, denn alleine hätten wir es niemals in so kurzer Zeit geschafft. Wir hatten zu Beginn unserer Aktion geplant,  beide Bäder, also auch das Bad der Jungs, zu renovieren. Leider ist der Schlüssel vom Tor der Jungs verloren gegangen weshalb wir keinen Zutritt hatten.  Zeitlich hätten wir es allerdings auch nicht geschafft. Unser Plan ist, das andere Bad an freien Wochenenden oder in den nächsten Ferien zu renovieren. Materialien dafür sind noch zu Genüge übrig.

Mit euren Spenden konnten wir bisher:

- 5 Badewannen 
-5 Toiletten
- 12 Waschbecken

Wie neu aussehen lassen

-1 komplettes Badezimmer streichen und Bilder an die Wände malen

- Um die 30 Fliesen erneuern


Wir wollen noch mal ein riesen Dankeschön aussprechen an alle, die uns bei diesem 'Weihnachtsprojekt' finanziell unterstützt haben. Ihr habt uns ermöglicht, ein bisschen mehr Leben und Spaß in das triste Heim der Kinder zu bringen, denn wir sind uns sicher, dass es das Leben unserer kleinen Mitbewohner hier verschönern und zumindest ein wenig erleichtern wird. 

BAIE BAIE DANKIE !❤

Vorher - Nachher 





Mit ein bisschen Farbe und viel Inspiration haben wir die Wände gestaltet 




Für die großen Mädels haben wir Mandalas in die Kabienen gemalt.



° Unterwassertiere °




                                      







              

















         Fish °




















Ariel dauerte fast 3 Tage 
Endergebnis

Samstag, 12. November 2016

WEIHNACHTSPROJEKT

Zu Weihnachten haben wir uns überlegt, etwas Größeres im Hostel zu starten. Da die Kinder bereits Ende November nach Hause fahren, die Hostelcrew aber noch die erste Dezemberwoche da ist, um das Hostel startklar für das neue Schuljahr zu machen, wollen auch wir unseren Teil dazu beitragen. Wie ihr vielleicht schon in früheren Beiträgen gesehen habt, sind die Bäder der Kinder extrem heruntergekommen und verkeimt. Viele der Fliesen sind zerbrochen, die Klodeckel sind kaputt, es gibt keine Klobürsten und in die Badewannen und Duschen hat sich der Dreck scheinbar für die Ewigkeit eingefressen. In den Bädern stinkt es immer wahnsinnig nach Fekalien, Dreck und Keimen und es fällt einem jedes Mal auf’s Neue schwer zu glauben, dass dieser Raum tatsächlich das Bad für unsere 50 Mädels sein soll.
Bilder Findet ihr auch noch unter: noraskleinesabenteuer@wordpress.com

Natürlich können wir nicht das ganze Bad renovieren, so gern wir das auch würden. Wir wollen aber einige der Wandfliesen erneuern, die Badewannen und Duschen reinigen, einige Klodeckel ersetzen, uns um Klobürsten kümmern und die Wände und Türen mit Farbe schön gestalten. Leider können wir diese Aktion nicht ganz allein stemmen. Da das Internat staatlich finanziert ist, das Bildungsministerium aber nur Geld für Strom und Essen zur Verfügung stellt, sind wir auf eure Hilfe angewiesen! Wir freuen uns über jede noch so kleine Unterstützung auf unser Spendenkonto:

Kontoempfaenger: Isabel Fischer

IBAN DE88 3407 0024 0661 5777 01

BIC DEUTDEDB340

Es wäre wunderschön, wenn wir es gemeinsam schaffen dieses Weihnachtsgeschenk für die Kinder zu ermöglichen und aus diesem abstoßendem Ort ein sauberes, kinderfreundliches Badezimmer zu gestalten! Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, der den Kindern ein wenig mehr das Gefühl gibt, hier nicht nur untergebracht, sondern tatsächlich zu Hause zu sein. Vielen Dank auch für eure bisherige Hilfe, die den Gedanken an dieses Projekt erst ermöglicht hat! Wir können es kaum abwarten, mit den Arbeiten zu starten und die begeisterten Augen der Kinder im Januar zu sehen!

Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt uns einfach an weidnernora@gmail.com oder isabel98@web.de ! Eine Spendenquittung kann ab 50 Euro auch gerne ausgestellt werden. Dazu bitte vorher eine email an uns schreiben!

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Das sind unsere bisherigen Projekte





Traumfänger 







Geburtstagskalender 






Permanent Pausenspiele


















Einen "Fernseher" für die Kleinen









Namensschilder für die Zimmer







Computerraum





Puppet-Show









Palettencouch










Scherenschnitte
















Sonntag, 2. Oktober 2016

Unsere Arbeit in Oppermans

Unsere Arbeit in Oppermans gliedert sich in drei Teile

-Hostel
-Schule
-Gemeinde

Im Hostel leben wir und arbeiten  immer ab mittags und oft auch an den Wochenenden dort. Unsere Arbeit unter der Woche beinhaltet das Helfen bei den Hausaufgabenstunden, das Baden und Bettfertig machen der kleinen Mädchen und der größte Teil bildet das gestalten der Freizeit der Kinder. Da diese kaum bzw. garnichts besitzen kommt besonders an den Wochenenden schnell langeweile auf. Was aber beim Anblick des heruntergekommenen Hostels und des kaum mehr benutzbaren Spielplatzes kein Wunder ist. Da auch uns, besonders am Anfang unserer Zeit, kaum Materialien zur Verfügung standen begannen wir mit einfachen Dingen wie Spielen. Nach und nach wurde unsere Kreativität immer mehr angeregt und so kamen wir auf die Idee Dinge aus Müll oder vorhandenen Sachen zu basteln (Blumentöpfe aus Milchkartons,  Traumfänger aus Draht und seil, perlen aus Salzteig usw.). Wir haben noch viele weitere Ideen die mithilfe von etwas Farbe leicht umzusetzen und das Hostel umd damit die Umgebung der Kinder verschönert.

In der Schule besuchten wir den Englisch- und Matheunterricht der 7. bis 9. Klasse. In Mathe bildete die Sprache einige Hindernisse weshalb wir meist nur da saßen und dem Unterricht folgten um später den Kindern in der Hausaufgabenstunde den Stoff erneut zu erklären. Da unsere eigentliche Aufgabe darin bestand den computerraum, welcher nicht genutzt wird, in Betrieb zu nehmen und den Kindern den Umgang mit diesem und Programmen zu vermitteln,  werden wir diese Aufgabe nach den Ferien angehen. Auch kleine Lerngruppen sollen geplant werden in denen wir direkter auf die Probleme der Kinder eingehen können.

Unser letzter Aufgabenbereich liegt in der Gemeinde.  Dort arbeiten wir Dienstags, Donnerstags und Freitags. Wir arbeiten gemeinsam mit den sozial workern in Einrichtungen wie dem Kindergarten, dem Altenheim und verschiedenen Vereinen (für Jugendliche, Menschen mit Alkohol- bzw Drogenproblemen, Menschen mit HIV usw.). Bis jetzt konnten wir besonders in administrativen Dingen helfen.
Die Arbeit in der Gemeinde ist ein wichtiger Bestandteil, denn durch sie kommen wir in direkten Kontakt mit den Bewohnern und neuen Menschen. Da unser Leben auf dem Hostelgelände sehr eingeschränkt ist und wir dieses nicht alleine verlassen dürfen ist es immer wieder ein interessanter Tag für uns in der Gemeinde zu arbeiten und neue Menschen kennenzulernen.  Eine weitere Aufgabe der sozial worker und der Gemeinde ist die Veranstaltung verschiedener Feste. Am 28.03.2016 fand in Oppermans das heritage Festival (ein Fest an dem an die Vergangenheit und Geschichte der Heimat erinnert wird) statt. Das ganze Dorf wurde eingeladen. Es wurden kleine Zelte aufgespannt, Reden gehalten, getanzt gesungen, und gelacht. Alles in allem war das Fest ein großer Erfolg an dem das Dorf vielleicht ein kleines bisschen mehr zusammen gewachsen ist.

Insgesamt ist unsere Arbeit sehr vielseitig und fordert viel Energie von uns. Aber es macht auch unheimlich viel Spaß und bereichert uns jeden Tag aufs neue mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen

Freitag, 30. September 2016

Tagesablauf der Hostelkinder

Die Kinder haben einen strikten Tagesablauf im Hostel. Außer am Wochenende stehen sie morgens um halb 6 oder 6 Uhr auf, waschen sich, putzen Zähne und ziehen sich ihre schuluniform an. Um kurz vor 7 klingelt die Essensglocke. Die Kinder müssen sich getrennt, an einer Tür die Mädchen, an der anderen die Jungs, aufstellen. Wenn alle da sind und es ruhig ist betreten die Kinder die Essenshalle. Meist stehen die Teller schon bereit sodass jeder nach dem Gebet anfangen kann zu essen. Da es leider nicht genug Teller für alle Kinder gibt muss ein Teil warten bis die anderen fertig sind und die Teller abgewaschen und neu befüllt wurden.  Nach dem morgendlichen Brei und einer Tasse heißen Kakaos verlassen die Kinder die Halle und machen sich weiter fertig für die schule, welche um 8 Uhr beginnt. Außer für die Vorschule (welche um 12 Uhr endet) endet die schule täglich um 14 Uhr. Die Kinder kommen ins Hostel ziehen sich andere Kleidung an und haben Freizeit bis es um 15 uhr Mittagessen gibt. Zum Mittag gibt es meistens Pap oder Reis mit Soße und einem Stück Fleisch.  Nach dem Mittagessen wird Mittagsschlaf gehalten. Die Kinder dürfen in dieser Zeit nicht das Haus verlassen. Um ca 16 Uhr beginnt die Hausaufgabenstunde für die Kinder von der 1. Bis 4. Klasse. Alle Kinder müssen in einen Aufenthaltsraum kommen und ihre Hausaufgaben machen sowie den Betreuern (also Jacky und uns) vorlesen. Bis 6 Uhr haben alle Kinder Freizeit. Um 6 Uhr gibt es Abendessen, was meistens nur aus zwei Scheiben Toast mit Butter besteht. Nach dem Abendessen beginnt von 18:30 Uhr bis 20 Uhr für die älteren Kinder die Hausaufgabenstunde. In dieser Zeit müssen die jüngeren sich waschen und bettfertig machen und haben noch etwas Zeit zum spielen und lesen. Um 20 Uhr heißt es Bettruhe für die kleineren und waschzeit für die älteren. Um 21 Uhr sollten dann alle Kinder im Bett liegen.
An den Wochenenden gestaltet sich der tagesablauf nicht so streng. So gibt beispielsweise keine Hausaufgabenstunde und keine feste ins Bett geh Zeit. Die Kinder haben daher nur feste Essenszeiten und den Rest des Tages Freizeit.  Langeweile entsteht und oft werden Filme gezeigt oder Musik gespielt um die Kinder abzulenken. Der Verlauf des Tages ist natürlich nicht nur von dem Verhalten der Kinder sondern auch vom Betreuer abhängig.  So haben wir neben Jacky leider keinen Betreuer welcher sich wirklich für die Kinder interessiert und irgendwas mit Ihnen unternimmt. Teilweise werden die Kinder zur Bestrafung geschlagen, was in Südafrika eine Straftat ist aber dennoch immer wieder angewandt wird.

Das leben der Hostelkinder ist von einer strengen Routine bestimmt, ohne die man aber kaum 105 Kinder mit 2 Betreuern gebändigt kriegen würde.

Die Bilder zeigen in was für Umständen die Kinder hausen müssen. Es gibt massig Probleme, welche aber nicht unmöglich zu beheben sind.

Die Rolle von Religion in Südafrika

Direkt am ersten Tag als wir in unser neues Zuhause kamen bemerkten wir den strengen Umgang mit den Kindern und der Ausübung der Religion.  Vor sowie nach dem Essen wird bei uns im Hostel gebetet. In der Schule wird jeden Montag ein Assembley ausgeübt,  in welchem die Kinder beten und singen. Außerdem wird eine Ansprache der Direktorin gehalten. In der schule wird aber nicht nur in den Klassen vor dem Beginn der ersten Stunde gebetet sondern schon vor Beginn der Schule im Lehrerzimmer. Religion und Glaube wird in Südafrika groß geschrieben und es gibt kaum Menschen mit einer kritischen Ansicht in Bezug auf Gott. Außergewöhnliche Ereignisse werden mit der Hilfe Gottes erklärt und die Zuwendung und Unterstützung von jenem wird in etlichen Erzählungen bestätigt. Aber wieso halten die Menschen an einem Glauben so sehr feste der bei uns leider schon sehr veraltet und teilweise von modernen Erklärungen und Argumenten überholt wurde?
Es ist die Motivation zum weitermachen und die Rückgewinnung der verlorenen Energie die sie in Gebeten und Gottesdiensten finden. In einem Land in dem der größteil der Bevölkerung unfreiwillig am Existenzminimum lebt und kaum Aussichten auf eine bessere Zukunft hat ist jemand der ihnen halt gibt, in diesem Fall Gott, eine unglaublich wichtige stütze. Nicht nur der ärmere Teil der Bevölkerung glaubt an den Heiland sondern auch die wohlhabendere Schicht. Sie danken ihm, suchen Hilfe und Rat bei ihm.
Die Predigten sind unglaublich motivierend und erinnern die Leute daran zurück weshalb sie angefangen haben zu glauben, wofür es sich lohnt zu leben und für das zu kämpfen was man erreichen möchte. Gott wird Ihnen als Unterstützer und Hilfe zugesagt, an den sie sich in schweren Zeiten wenden sollen und der ihnen halt und Sicherheit geben soll. Für uns erscheint der glaube an gott teilweise als etwas utopischen, etwas unerklärliches aber für die meisten südafrikanischen Menschen ist er ein Teil ihres Lebens, ihrer Kultur und ihrer Zukunft. 

Die Auslegungen des christlichen Glaubens ist hier sehr weitläufig was zur Folge eine große Vielfalt an Kirchen mit verschiedenen Namen aber im Grunde dem selben Glauben hat. Es gibt eine Ng Kerk (von dem Holländern gegründete Kirche - bezieht sich ursprünglich auf die Konfession der ersten holländischen Siedler), die anglican church wurde von den Briten eingeführt und stark verbreitet. Weitere typische und Bekannte Kirchen sind die Römisch-katholische Kirche, die unabhängige schwarze Kirche, die Evangelisch-methofistische Kirche sowie dir Evangelisch-lutheranische Kirche.
Neben diesen Kirchen gibt es noch viele weitere mit verschiedenen Ausprägungen und Ausführungem des christlichen Glaubens. Diese Vielfalt der Kirchen macht sich auch in unserer kleinen Gemeinde bemerkbar.  Oppermans ist ein sehr überschaubares Dorf mit ca. 2000 Einwohnern (davon alleine 100 im Hostel, und einige vom umliegenden Farmen), dennoch besitzt das Dorf um die 15 Kirchen (eine genaue Zahl ist keinem so richtig bekannt :D) wir haben gelernt dass es nicht so einfach ist in Südafrika zu sagen ich bin Evangelisch oder katholisch, man muss es gut differenzieren. Es wird jedoch jede andere Glaubensrichtung (von den meisten) respektiert und so sind in Südafrika auch jüdische und Hindu Gemeinden sowie Muslime integriert.

Samstag, 3. September 2016

Bereits seit zwei Wochen auf der anderen Seite der Welt.

Hallo ihr Lieben,
Wie bestimmt einige von euch mitbekommen haben bin ich gut in Südafrika angekommen und lebe mich langsam ein. Da ich kaum WLAN habe kann ich meinen Blog leider kaum bzw. Momentan garnicht weiterführen. Ich schreibe aber schon fleißig Einträge und sobald wir Internet haben werden diese hochgeladen!  Meine Mitfreiwillige kann ihren Blog allerdings übers Handy führen und hält euch daher immer auf dem laufenden :)

Ihr Blog:
noraskleinesabenteuer@wordpress.com

Viel Spaß beim Lesen und hoffentlich bis bald! ☺